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Zooids – Open Source Hardware – Schwarmintelligenz zum Lernen

Quelle: ShapeLab

Quelle: ShapeLab

Ihr seid von Schwarmintelligenz fasziniert und bastelt gern mit Hardware herum, dann ist Zooid genau das richtige f├╝r euch. ShapeLab, Stanford University und weitere Partner haben die Zooid-Plattform n├Ąmlich Open Source gemacht. Damit k├Ânnt ihr kleine Roboter ansteuern, programmieren und euer gew├╝nschtes Verhalten damit umsetzen. Neben der Hardware-Plattform gibt es nat├╝rlich auch einiges an Software, die quelloffen ist. Auf Github bekommt man die SwarmUI dazu. Dar├╝ber programmiert man die┬áPfadplannung, das Ziel, die Orientierung und Farbe der Zooids.

Ein kleines Demo-Video gibt es hier. Viel Spa├č beim Basteln!

 




Das Jahr 2016 – Was bisher geschah

Hier m├Âchte ich einen kleines Round-Up dar├╝ber geben, was seit dem 01. Januar 2016 bis heut in der K├╝nstlichen Intelligenz passiert ist, dass uns allen in Erinnerung bleiben wird. Dabei waren einige Highlights und Durchbr├╝che, die uns schon demn├Ąchst wieder besch├Ąftigen werden oder Standards f├╝r die Zukunft setzen werden.

Sehr viel ist in den Bereichen Image Processing und Chat-Bots passiert. Aber lest selbst.

[Januar] Marvin Minsky ist tot

Das Jahr begann gleich mal mit einer sehr unsch├Ânen Nachricht. Marvin Minsky ist im Alter von 88 Jahren 240px-Marvin_Minsky_at_OLPCbin Boston gestorben. Er war einer der gr├Â├čten Denker der K├╝nstlichen Intelligenz und Mitbegr├╝nder vieler Verfahren. In Erinnerung bleibt unter anderem auch sein Buch Society of Mind – Mentopolis, in dem er eine Welt beschreibt, die aus unintelligenten Agenten besteht und daraus ein intelligentes System bildet.

[Januar] Treffen sich zwei Roboter, sagt der eine…

Hier wurden 2 der besten Chat-Bots in ein Gespr├Ąch verwickelt. Das erste Halbjahr 2016 drehte sich generell sehr viel um Chat-Bots – sei es auf Facebook oder anderen Plattformen. In diesem Artikel wurden die beiden Bots┬áRose und Mitsuku┬ámit einander in einen virtuellen Raum gesperrt und mussten miteinander kommunizieren. Der Artikel hier ist nur ein Beispiel f├╝r einen sehr brisanten Trend im Jahr 2016.

[Februar] Volkswagen CIO kommt in der Zukunft an

Der Titel klingt nat├╝rlich sehr rei├čerisch – auch wenn ich aus pers├Ânlicher Erfahrung wei├č, wie es um einige deutsche Automobilkonzerne in Deutschland steht (und das ist schon sehr gut ;)). Allerdings ist das die Sichtweise vieler Deutscher, wenn es um VW, BMW, Mercedes-Benz und weitere Marken geht. Der Volkswagen CIO sprach jedenfalls ein bisschen ├╝ber die Zukunft mit K├╝nstlicher Intelligenz. Im Februar standen autonom fahrende Autos generell stark im Mittelpunkt.

[Februar] Der visuelle Turing-Test

Menschen sollen entscheiden, welches Bild von einer Person und welches von einer Maschine gemalt wurde. deepart_exampleDahinter steckt der Algorithmus von T├╝binger Forschern (deepart). Hier kann man selbst testen, ob man herausfindet, wer der K├╝nstler des Bildes ist.

[M├Ąrz] Tay wird von Twitter Nutzern erzogen

Microsoft launchte Tay! Es sollte eine KI werden, die durch Kommunikation lernen sollte, wie die “jungen” Menschen heutzutage kommunizieren. Letztendlich hat Tay aber rassistische Kommentare und schimpfen gelernt. Spannend – Microsoft wurde anfangs verantwortlich gemacht, allerdings kann Tay als ein Spiegel der Gesellschaft gesehen werden und gibt das Nutzerverhalten bei Neuheiten ganz gut wieder. Misuse first!

[M├Ąrz] SXSW stellt Human-assisted AI als Next Big Thing vor

… Und genau dieses Potenzial steckt in der sogenannten Human-assisted AI, also alle Produkte die dem Menschen mit KI-Unterst├╝tzung helfend zur Seite stehen. Die Anwendungsbereiche sind enorm und die Early Adopters oft nicht sehr anspruchsvoll. In nahezu allen Bereichen des Lebens k├Ânnen solche Anwendungen demn├Ąchst entstehen.

[April] openAI stellt openAI Gym vor

Das Non-Profit-Unternehmen openAI hat openAI Gym vorgestellt. Damit ver├Âffentlichen sie die ersten Ergebnisse ihrer Forschung an Reinforcement Learning Algorithmen. Die Bibliothek erm├Âglicht es Nutzern, verschiedene Algorithmen zu testen und bietet ein Framework f├╝r die Programmierung von intelligenten Spiele-Bots.

[April] KI beschreibt Fotos f├╝r blinde Menschen

Facebook hat eine KI vorgestellt, die blinden Menschen ein Bild beschreibt. Dem vorausgegangen sind viele Apple_logo_black.svgEntwicklungen im Bereich Deep Learning und der semantischen Bildanalyse. Schon in den letzten Jahren nahm der Trend zu, Bilder semantisch zu beschreiben. Nun gipfelt dieser Trend in der Entwicklung solcher intelligenter Tools. Die KI ist besonders interessant f├╝r Dienste wie Instagram, welche nur aus Bildern bestehen. Damit wird Instagram auch f├╝r blinde (oder Menschen mit Sehschw├Ąche) nutzbar.

[Mai] Google im Spot-Light

Auf der Google I/O hat Google mal wieder einen guten Progress gezeigt. Unter anderem pr├Ąsentierten sie die TPU (Tensor Processing Unit). Mit diesem, auf die Anwendungen des Machine Learning optimierten, Chips zeigt Google zudem, wie schnell und agil man Hardware entwickeln kann. Au├čerdem stellte Google ihr neustes Smart-Home Produkt vor: Google Home. Davon werden wir in diesem und dem n├Ąchsten Jahr noch einiges h├Âren.

[Juni] ALPHA schl├Ągt Kampfpiloten

Die kleine smarte KI ALPHA (die auf einem RaspberryPI l├Ąuft) schl├Ągt zum ersten Mal einen erfahrenden Kampfpiloten und l├Ąsst ihn im Simulator abst├╝rzen. Entwickelt wurde das System von einem Absolventen der University of Cincinnati.

[Juni]  Der Aufsatz über den Panik-Knopf

Zwei┬áWissenschaftler haben sich in einem Aufsatz┬áihre Gedanken ├╝ber einen Panik-Knopf bei Robotern gemacht.┬áLaurent Orseau (Google Deepmind) und┬áStuart Armstrong (University of Oxford) haben dabei Regeln aufgestellt, unter welchen Konditionen der Knopf zum Einsatz kommt. Au├čerdem haben sie einige bekannte Verfahren aufgegriffen und gezeigt, wie man diesen Panik-Knopf realisieren kann.

 

Buchempfehlung zum Thema

BESTSELLER: Smarte Maschinen: Wie K├╝nstliche Intelligenz unser Leben ver├Ąndert┬á




[Startups] Mindmeld – Die KI f├╝r Zuhause

Worum geht es hier?
Mindmeld ist ein System, das ein sprachliches Interface bieten soll, um alle Aktivit├Ąten in der Wohnung oder dem Haus zu koordinieren. Dazu benutzen die Entwickler NLP-Techniken, semantische Datenbanken und ansprechendes
Interface-Design.
media-kit-4Neben den “normalen” IoT-Aufgaben wie Licht an- und ausschalten, T├╝ren schlie├čen und die Heizung regeln, kann Mindmeld au├čerdem Filme spielen und besitzt Regeln, um logische Beziehungen im Input zu erkennen. Somit l├Ąsst sich die Idee des Smart Home sehr gut mit anderen Media-Anwendungen verkn├╝pfen. Es ist auch geplant, dass Drittanbieter in das ├ľkosytem von Mindmeld einsteigen k├Ânnen und dort ihre passenden Anwendungen bauen k├Ânnen. Das erkl├Ąrte Ziel von Mindmeld ist es, dumme Chatbots zu ersetzen und Schnittstellen f├╝r Bots zu bauen, die einer Konversation folgen k├Ânnen und ein Ged├Ąchtnis bieten.

 

Zahlen bitte
Das Unternehmenen hatte bisher 2 (+ eine nicht ├Âffentliche) Finanzierungsrunden.

  • 2,4 Mio. USD (2012, Greylock Partners, Bessemer Ventures, GV, IDG Ventures)
  • 13 Mio. USD (2013/2014, Intel Capital, Samsung Ventures, Telefonica Digital)

Benutzte Technologien

  • Node.js
  • Python
  • PHP
  • Erlang
  • JavaScript
  • Chef (f├╝r die Provisionierung)

Zukunft des Startups

Das Startup hat gute Chancen, da es aktuell noch nicht viele Competitor im Bereich Smart Home auf diesem Level gibt. Allerdings versuchen es viele Firmen und vor allem die Open-Source-Gemeinde. Genau das ist der Punkt! Wenn Mindmeld es schafft, eine gute Position am Markt zu bekommen, bevor Open-Source-T├╝ftler und andere Firmen nachziehen, sind die Aussichten auf Erfolg immens gro├č. Das Thema “Smart-Home” ist auch noch lange nicht ausgesch├Âpft und das Konzept des IoT (Internet of Things) steckt, was marktreife Produkte angeht, noch in den Kinderschuhen. Es scheint so, als ob sich das Unternehmen viel mehr um die Intelligenz ihres Mensch-Maschine-Interfaces k├╝mmert, als um alle anderen Komponenten, die zum System geh├Âren. Auch das zeichnet sie aus! Wenn die Entwicklung erfolgreich verl├Ąuft, kann man die Chatbot-Intelligenz auch in weiteren Bereichen einsetzen (Trends zu Text to Speech Bots).

Die Gr├╝nder
Mindmeld wurde von Tim Tuttle gegründet, der davor bereits Bang Networks (wurde mit 24 Mio. $ finanziert) und Truveo (wurde von AOL gekauft) gegründet hat. Am MIT arbeitete er im Labor für künstliche Intelligenz und konnte dort bereits den Grundstein für seine folgenden Gründungen legen.

 

The Internet of Things (MIT Press Essential Knowledge) Architecting the Interet of Things Natural Language Processing using Python